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Thema: Kleinwasserkraftanlagen |
Tisarzik 31.10.2001
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Hier können PRO und CONTRA zu Kleinwasserkraftanlagen geäußert werden... |
Tisarzik 31.10.2001
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Einige kritische Worte zur Wasserkraft allgemein:
Entgegen der weitläufigen Meinung ist die Leistungsausbeute aus Wasserkraft verschwindend gering Ò weniger als 5 % der Stromerzeugung werden in Deutschland aus Wasserkraft gewonnen, Wasserkraftanlagen steuern lediglich 1 % zum Gesamtenergieverbrauch Deutschlands bei. Ein Wärmekraftwerk mit zwei Blöcken könnte die gesamte Stromerzeugung durch Wasserkraft in Deutschland ersetzen.
Eine Ausweitung er Wasserkraftnutzung bis zum Totalausbau Ò alle Bäche verschwinden in Druckrohren, alle Flüsse werden in Betonkorsetts gezwängt Ò würde nicht einmal die jährliche Zunahme des Stromverbrauchs in Höhe von ca. 2 % decken.
Das Fließen eines Flusses spiegelt sein Wesen. Ohne Aufstau oder Ausleitung gibt es jedoch kein Wasserkraftwerk. Deshalb sind Wasserkraftnutzung und Bewahrung eines Flusses unvereinbar. Ein Kleinstkraftwerk erreicht gerade die Leistung eines mittleren PKW und zerstört dabei einen Fluss auf einen Kilometer.
Durch eine trockenfallende Dreisam verenden regelmäßig Fische, auch solche, die sich auf der Roten Liste befinden. Auch der einst so häufige, inzwischen stark gefährdete Aal ist für stromgewinnende Turbinen zu lang Ò und wird von diesen in handliche Stücke portioniert.
Die angeblich so sanfte Energie Wasserkraft zerstört auf brutalste Weise unsere Flüsse und das Leben in ihnen.
Wer heute zum weiteren Ausbau der Wasserkraft aufruft, macht sich mitschuldig am Tod unserer letzten Bäche und Flüsse.
Anders als die Wasserkraft ist gesundes gutes Wasser durch nichts zu ersetzen. Somit müssen wir die Selbstreinigungskraft der Flüsse erhalten und dürfen ihr rasches Strömen nicht durch Aufstau stoppen.
Strömende Flüsse und plätschernde Bäche sind selten geworden. Mit dem Verlust ihrer Schönheit und Ursprünglichkeit verschwindet Natur und Erholungsraum für den Menschen. Ist es nicht gerade die Besinnlichkeit und unsere Naturvielfalt, die so viele Menschen im Urlaub in unsere Region führt, um Ruhe und Erholung zu finden?
Ich kann keine Argumente für Kleinwasserkraftwerke finden!
Siehe auch
http://www.ig-dreisam.de/projekte/wasserkraft.html
[Tisarzik 31.10.2001 21:28] |
ande 12.11.2001
Beitrag
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Zitat:
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Entgegen der weitläufigen Meinung ist die Leistungsausbeute aus Wasserkraft verschwindend gering Ò weniger als 5 % der Stromerzeugung werden in Deutschland aus Wasserkraft gewonnen, Wasserkraftanlagen steuern lediglich 1 % zum Gesamtenergieverbrauch Deutschlands bei. |
Unsachlich. Mit dem Status quo kann man kein Ziel ungültig machen.
Zitat:
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Ein Wärmekraftwerk mit zwei Blöcken könnte die gesamte Stromerzeugung durch Wasserkraft in Deutschland ersetzen.
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Mit welchen Brennstoffen? Für wieviel Prozent der Zeit, in der es noch Menschen auf der Erde gibt, werden die von Ihnen unterstellten anderen Energiequellen zur Verfügung stehen? Hier schaffen Sie auch wieder argumentative Verwirrung und begeben sich damit in Kontinuität zur AKW-Lobby. Bedauerlich.
Zitat:
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Eine Ausweitung er Wasserkraftnutzung bis zum Totalausbau Ò alle Bäche verschwinden in Druckrohren, alle Flüsse werden in Betonkorsetts gezwängt Ò würde nicht einmal die jährliche Zunahme des Stromverbrauchs in Höhe von ca. 2 % decken.
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Bemerkenswert, daß Sie die Zunahme des Stromverbrauchs nicht hinterfragen. Kennen Sie nicht die riesigen ungenutzten Einsparpotentiale bei der Stromproduktion, um nur ein Beispiel zu nennen? Wer verlangt im übrigen einen Totalausbau, wie Sie ihn beschreiben?
Zitat:
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Das Fließen eines Flusses spiegelt sein Wesen.
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Schön gesagt. Schauen wir, ob noch Argumente folgen...
Zitat:
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Ohne Aufstau oder Ausleitung gibt es jedoch kein Wasserkraftwerk. Deshalb sind Wasserkraftnutzung und Bewahrung eines Flusses unvereinbar. Ein Kleinstkraftwerk erreicht gerade die Leistung eines mittleren PKW und zerstört dabei einen Fluss auf einen Kilometer.
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Mit dem relativierenden Faktum, daß ein PKW meist 23 Stunden am Tag in der Garage steht, Wasserkraftwerke meist nicht.
Es stünde Ihnen meiner Meinung nach besser an, wenn Sie hier kurz beschreiben, welches die Bedrohungen oder Schäden sind, die von Wasserkraftwerken ausgehen. Ich will diese Ihnen nicht ausreden, Sie sind sicher Fachmann, ich möchte aber informiert werden. Wissen Sie, auf wieviel Quadratkilometer die fossilen Energiequellen nicht nur Landschaften (ich sage nur Cernobyl) zerstören, sondern auch unsere (westliche) Lebensgrundlage?
Wir sollten nicht versuchen, etwas zu berechnen, das wir nicht fassen können und wofür wir keine Belege haben. Woher haben Sie die Rechnung?
Zitat:
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Durch eine trockenfallende Dreisam verenden regelmäßig Fische, auch solche, die sich auf der Roten Liste befinden. Auch der einst so häufige, inzwischen stark gefährdete Aal ist für stromgewinnende Turbinen zu lang Ò und wird von diesen in handliche Stücke portioniert.
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Jetzt sind wir endlich an Ihrem ernsten und ernstzunehmenden Kern Ihrer Aussage. Darüber sollten wir reden. Tiere brauchen selbsverständlich unseren Schutz. Was können wir tun?
Zitat:
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Die angeblich so sanfte Energie Wasserkraft zerstört auf brutalste Weise unsere Flüsse und das Leben in ihnen.
Wer heute zum weiteren Ausbau der Wasserkraft aufruft, macht sich mitschuldig am Tod unserer letzten Bäche und Flüsse.
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Und nun weden Sie wieder unsachlich, weil Sie zum Pauschalschlag ausholen. Mit der gleichen Objektivierung können wir sagen, daß wir uns als lebender Mensch uns in jedem Fall mitschuldig machen am "Verbrauch" anderen Lebens. Wie ist es mit dem Fleischkonsum, zum Beispiel?
Ich könnte aus meiner Sicht fordern, sämtlichen Fleischkonsum zu verbieten. Ich bin aber kein Fundamentalist und bitte Sie, das auch nicht zu sein.
Zitat:
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Anders als die Wasserkraft ist gesundes gutes Wasser durch nichts zu ersetzen. Somit müssen wir die Selbstreinigungskraft der Flüsse erhalten und dürfen ihr rasches Strömen nicht durch Aufstau stoppen.
Strömende Flüsse und plätschernde Bäche sind selten geworden. Mit dem Verlust ihrer Schönheit und Ursprünglichkeit verschwindet Natur und Erholungsraum für den Menschen. Ist es nicht gerade die Besinnlichkeit und unsere Naturvielfalt, die so viele Menschen im Urlaub in unsere Region führt, um Ruhe und Erholung zu finden?
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Ein bedenkenswerter Beitrag.
Ihr Fazit würde ich durchaus gelten lassen, wenn ich noch etwas mehr Information hätte. Ich glaube, daß Sie die Informationen haben und es eigentlich nicht nötig haben, auf unsachliche Nebenschauplätze auszuweichen.- Mit Verlaub... |
Tisarzik 22.11.2001
Beitrag
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Vielen Dank für Ihre sehr ausführliche Stellungnahme!
Ich freue mich auf weitere interessante Beiträge. |
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