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Thema: Badische Zeitung v. 20.11.02, Stadtteilzeitung FRL |
lange 01.09.2004 |
Im Zeichen des Wassers
VEREINT IM VEREIN: Regiowasser beklagt "Zersplitterung der Zuständigkeiten"
FREIBURG. Alle Experten in Sachen Wasser an einen Tisch zu holen war der Grundgedanke, mit dem 1999 der Arbeitskreis Regiowasser 2005 aus der Taufe gehoben wurde. Um die Arbeit dieses Kreises zu unterstützen, wurde Anfang 2002 der Regiowasser-Verein gegründet, der am vergangenen Wochenende bei der trinationalen Tagung zur Zukunft des Oberrheins auf sich aufmerksam machte.
Ursprünglich war es eine Idee des Freiburger Arbeitskreises Wasser im "Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz", sich professioneller um das Wasser in der Region zu kümmern. Jörg Lange und Nik Geiler fanden in Johann-Martin Rogg vom Energieversorger Badenova einen patenten Mitstreiter und legten vor drei Jahren los. "Es gibt beim Thema Wasser eine beklagenswerte Zersplitterung der Zuständigkeiten, und für niemanden scheint das ein Anlass zu sein, das zu ändern", meint Geiler. So fehle etwa ein "schlüssiges Konzept, was die Stadt mit der Dreisam will". Arbeitskreis und Verein seien, so Lange, eine Art Experimentallabor für die Bündelung von Wissen und die Beteiligung der Bürger: "Mit unserer Arbeit nehmen wir eigentlich eine Richtlinie der Europäischen Union, die erst im Jahr 2006 greifen soll, heute schon vorweg.
Diese Arbeit, das ist etwa die Beteiligung am Freiburger Wasserweg, das Anstoßen von Workshops wie vergangene Woche zum Thema "Gewerbebach und Glasbach in Freiburg", die Mitorganisation internationaler Treffen wie der Tagung "Eine Chance für den Oberrhein" in Colmar am vergangenen Wochenende. Außerdem das ständige Bemühen um Bürgerbeteiligung, aber auch das Einnehmen einer Vermittlerrolle bei strittigen Themen, wie etwa die "zu steile Fischtreppe" (Lange) beim Dreisam-Wasserkraftwerk.
Nach dem Veranstaltungsmarathon laufen jetzt die Vorbereitungen für den Zweiten Regionalen Wassertag (voraussichtlich im März 2003). "Dafür brauchen wir dringend noch Praktikanten, die bekommen bei uns Einblicke in die Wasserwirtschaft, die sie im Studium nicht kriegen", meint Geiler. Dass die Vereinsarbeit international geschätzt wird, zeigte gerade erst der Besuch einer südafrikanischen Delegation in Freiburg. Badenova unterstützt den Verein drei Jahre mit insgesamt 170 000 Euro aus dem Klimaschutzfond. Ein weiterer Antrag liegt beim Bundesforschungsministerium und soll in Freiburg ein Projekt ermöglichen, das die wassergebundenen Stoffströme untersucht.
barg
[Beitrag vom: 21.11.2002 19:54 geändert durch: lange am: 01.09.2004 22:30] |
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